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Frauenfußball im Siegerland hat Tradition - und Erfolg!
Aller Anfang ist schwer. Und besonders schwer, wenn man sich 1970 als Frau fürs Fussballspielen entscheidet. Was anfangs vor allem bei den störrischen Siegerländern auf Widerstände trifft, beginnt mit der Gründung der ersten Frauenfussballabteilung im Jahre 1970 beim BC Eintracht. Nach nur zwei Jahren folgt die Auflösung des Vereins und der Wechsel zum Siegener SC (1972). 1974 setzt sich aber die Erfolgsgeschichte mit der Gründung der Frauenfußballmannschaft des TSV Siegens fort. Zwischen 1986 und 1996 erlangte der TSV Siegen bundesweit den Ruhm des "FC Bayern München" des Frauenfußballs. Nachdem der DFB 1974 erstmals eine Meisterschaft im Frauenfussball ausrichtete, konnte eben dieser "FC Bayern München" im Jahr 1986 nicht nur die Meisterschaft, sondern auch den DFB-Pokal gegen den damaligen Favoriten SSG 09 Bergisch - Gladbach ins Siegerland holen.
Insgesamt sicherten sich die TSV-Damen sechs Mal die deutsche Meisterschaft, standen elf Mal im Pokalfinale und holten dabei fünf Mal den DFB-Pokal.
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte die komplette Fussballabteilung 1996 zu Sportfreunde Siegen. In der Saison 2001/02 folgte der sportliche Abstieg in die Regionalliga, in der man zwei Jahre unter Linette Sörensen (dänische Nationalspielerin) trainierte, bevor auch der Abstieg in die Verbandsliga nicht mehr zu verhindern war. Der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga schafften die Sportfreunde-Damen dann unter Trainer Bernd Morgenschweis. Ab 2006 werden die "Sportfreundinnen", wie sie liebevoll genannt werden, von Frank Baxmeier trainiert.
Die Erfolgsgeschichte des Frauenfussballs musste ohne Zweifel einige Hürden nehmen und tut dies heute noch. Dennoch schaffte man es, Nationalspielerinnen wie Sissi Raith, Petra Bartelmann, Beate Henkel, Andrea Haberlass, Doris Fitschen, Jutta Nardenbach, Britta Unsleber, Martina Voss, Marion Feiden (geb. Isbert), Michaela Kubat, Claudia Klein, Bettine Wiegmann, Sandra Minnert, Silke Rottenberg und die jetzige Trainerin der deutschen Frauen-Fussballnationalmannschaft Silvia Neid ins Siegerland zu holen.
Von diesen bedeutenden Namen verweilt lediglich noch Britta Unsleber bei den Sportfreunden. Seit 2006 unterstützt sie Trainer Frank Baxmeier als Co-Trainerin. Ihre zum Teil auch internationale Erfahrung (u.a. Europameisterin 1989 und 1991) ist für unser junges Team mittlerweile unbezahlbar geworden.
Unbezahlbar ist auch die "Gute Seele" der Sportfreunde Frauen, die weit über die Grenzen des Siegerlandes hinaus bekannt ist. Gudrun "Emmi" Winkler, heutige Abteilungsleiterin der Sportfreunde-Frauen begann ihre aktive Karriere ebenfalls 1972 beim Siegener SC, bevor sie die Bundesligamannschaft des TSV über zehn Jahre hinweg als Betreuerin unterstützte.