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15. August

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Es ist angerichtet!

Die Spannung im Vorfeld des DFB-Pokalspiels am Samstag gegen den FSV Frankfurt steigt von Tag zu Tag. Bei der offiziellen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Zweitligisten sprachen Trainer Matthias Hagner und Defensivmann Serkan Dalman über das ganz besondere Spiel.

Wenn am Samstagabend um 20.30 das Pokalspiel gegen Frankfurt angepfiffen wird, dann ist das für den größten Teil der neu formierten Siegener Mannschaft eine Premiere. Lediglich die „alten Haudegen“ um Kapitän Markus Hayer und Manuel Glowacz haben in ihrer Karriere schon einmal DFB-Pokal-Luft geschnuppert. Der einzige SFS-Spieler, der beim letzten Auftritt der Siegener im Pokal dabei war, ist Serkan Dalman. „Das ist etwas ganz besonderes, es war damals schon ein schönes Gefühl gegen Eintracht Frankfurt zu spielen“, freut sich Dalman auf die besondere Partie. Natürlich seien es ganz andere Umstände als bei Regionalliga-Spielen. „Die Spieler nehmen das wahr, die Anspannung und die Vorfreude sind vor allem im Training zu spüren“, sagt Dalman.

"Wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen"

Auch für den Trainer Matthias Hagner ist die Begegnung gegen des FSV etwas besonderes - schließlich spielte Hagner insgesamt etwa viereinhalb Jahre für den jetzigen Gegner. „Natürlich gibt es noch viele bekannte Gesichter, aber besonders emotional sind die Erinnerungen an früher nicht“, sagt Hagner. Trotzdem sei es kein gewöhnliches Spiel. „Sowohl innerhalb der Mannschaft als auch in der Stadt ist die Vorfreude zu spüren. Ich hoffe auf eine hohe Zuschauerzahl“. Rein sportlich gesehen ist das Spiel für Hagner jedoch nichts anderes als eine Regionalliga-Partie. „Wir haben uns genau wie immer auf den Gegner eingestellt und den FSV analysiert und hoffen einfach auf ein gutes Ende für uns“, so Hagner. Gemeinsam mit seinem Assistenten Thorsten Seibert war er am vergangenen Freitag beim Spiel der Frankfurter gegen den Karlsruher SC. „Wir haben uns die Spielweise des FSV genau angeguckt. Man konnte gegen den KSC vor allem in der Defensive bei aller Qualität auch gewisse Schwächen ausmachen. Dort müssen wir am Samstag unsere Hebel ansetzen“, ist sich Hagner sicher.

Sechs Ausfälle bei SFS

Personell kann Hagner jedoch immer noch nicht aus dem Vollen schöpfen. Mit Evangelos Papaefthimiou, Christopher Schadeberg, Haluk Arslan, Ricardo Retterath, Julian Quaas und Christoph Ties fallen gleich sechs Spieler der ersten Mannschaft aus. Hinter den Einsätzen von wichtigen Spielern wie Markus Hayer, Abdullah Keseroglu und Konstantin Möllering steht nach kleineren Verletzungen weiterhin ein Fragezeichen. „Wir schauen von Tag zu Tag, wie sich der Zustand der Spieler entwickelt und müssen dann am Samstag entscheiden, ob ein Einsatz sinnvoll ist“, erklärt Hagner.

Der gelernte Außenverteidiger Serkan Dalman wird aufgrund der Personalsorgen in der Defensive wie im Liga-Spielbetrieb auch am Samstag wieder in der Innenverteidigung auflaufen. „Für mich ist das keine unbekannte Situation, ich habe in meiner Karriere schon alle Positionen in der Defensive bekleidet und kenne meine Stärken“, gibt sich Dalman selbstbewusst. Auch Hagner hat volles Vertrauen in seine Innenverteidigung mit Dalman und Til Bauman: „Die beiden haben gegen Rot-Weiß Oberhausen gut zusammengearbeitet und haben mit David Jansen einen klasse Stürmer über 90 Minuten ausgeschaltet“, sagt Hagner.

Bouadoud spielberechtigt

Eine wichtige Personalfrage wurde am Dienstag vom Verband geklärt: Nach seiner roten Karte im ersten Saisonspiel gegen die U23 des VfL Bochum darf Zouhair Bouadoud im DFB-Pokalspiel auflaufen und soll in der Sturmspitze für Wirbel und Entlastung sorgen. „Zouzou ist sonst kein Typ für rote Karten und ist auch kein Wiederholungstäter, ich habe keine Angst, dass er sich in dem Spiel aufreiben könnte“, ist sich Hagner sicher.

Der Trainer übt sich vor dem Spiel in Gelassenheit und Bescheidenheit. Auch Hagner weiß, dass der FSV Frankfurt vielleicht in finanzieller Sichtweise kein absolutes Traumlos wie Bayern München oder Borussia Dortmund war, doch „wir sollten froh sein, nach vielen Jahren überhaupt wieder dabei zu sein“, weiß Hagner. Nun soll alles daran gesetzt werden, um die Sensation gegen den Zweitligisten zu schaffen und in die zweite Runde einzuziehen.

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