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07. August

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Facebook-Fans fragen - Mark Zeh antwortet

Seit Dezember ist er in seiner zweiten „Amtszeit“ bei Sportfreunde Siegen - Mittelfeldstratege Mark Zeh. Unser Sechser und Kapitän stellt sich knapp eine Woche vor Saisonstart in der Oberliga den Fragen der Fans. 87 Spiele hat der gebürtige Essener Zeh bisher für SFS absolviert und ist damit nach Serkan Dalman dienstältester Spieler des aktuellen Kaders im Siegen-Trikot.

Im sozialen Netzwerk facebook hat unser Verein fast 6.000 Fans und damit eine enorme Reichweite. Wir haben Euch bei facebook die Möglichkeit gegeben, Eure Fragen an Mark Zeh zu stellen. Leider können wir nicht alle Fragen beantworten - aber wir haben versucht, alle Themen zu bedienen, die erwähnt wurden. 

Nils Obecny fragt: Das Projekt, den Verein Sportfreunde Siegen zurück in die Erfolgsspur zu bringen, ist langfristig und nachhaltig ausgelegt. Kannst Du Dir vorstellen, langfristig Teil dieses Projekts zu sein?

Mark Zeh: Es stimmt, dass dieses Vorhaben langfristig ausgelegt sein muss - nur so kann der Verein wieder nachhaltig erfolgreich sein. Ich fühle mich bei den Sportfreunden sehr wohl, sonst wäre ich auch im Dezember nicht zurückgekommen. Noch ein paar Spiele, dann ist SFS meine Station mit den meisten Einsätzen - das kommt nicht von ungefähr. Natürlich bin ich in einem Alter, wo man sich mit der Zeit nach dem Fußball beschäftigen muss. Das ist eine Sache, die mir an diesem Punkt in meinem Leben sehr wichtig ist. Generell kann ich mir sehr gut vorstellen, langfristig Teil des Projektes zu sein, auch nach der aktiven Zeit.

Ingo Kali fragt: Du warst mit Michael Boris in Siegen, Lotte und wieder Siegen. Wie hast du das jüngste Trainer Hin- und Her um ihn empfunden? Kannst du seine Entscheidung verstehen, mitten während der Saisonvorbereitung das Team zu verlassen mit Spielern, die vor allem wegen seiner Person nach Siegen gekommen sind? Würde auch dich ein Engagement bei einem Verein wie dem Kfc Uerdingen reizen?

Mark Zeh: Ich glaube, mir steht es nicht zu, die beruflichen Entscheidungen Anderer zu kommentieren. Ich kann nur sagen, dass ich mit Herrn Boris immer sehr gut zusammengearbeitet habe und das auch in dieser Saison getan hätte. Nun ist es anders gekommen, das ist im Fußball nichts Besonderes, denke ich. Die ersten zwei Wochen der Vorbereitung waren auf jeden Fall keine einfache Situation - aber da muss ich sagen, hat die Mannschaft super reagiert. Wir haben jetzt ein neues Trainerteam, dem wir Spieler voll und ganz vertrauen und die Stimmung in der Mannschaft ist ehrlich sehr gut. Was die Frage nach dem KFC Uerdingen angeht - ich denke aktuell nur an die Vorbereitung auf die Saison mit Siegen, die jetzt bald startet.

Jay Mhh Dee fragt: Wie stehst du zur Fanszene in Siegen, glaubst du das die Unterstüzung von den Rängen viele Junge Spieler noch mehr Motivieren kann? Das man so in der Liga ein paar Prozent mehr geben kann?

Mark Zeh: Ja, hundertprozentig. Man muss das ja mal sehen: Wir haben außer Serkan, Dominik Poremba, vielleicht noch Philipp Frisch und eben mir fast nur Spieler, die 21 Jahre oder jünger sind. Viele spielen in ihrem ersten Seniorenjahr, die haben bisher in den U19-Mannschaften vor fünf Eltern und zwei Betreuern gekickt. Für die wird die Unterstützung der Siegener Fanszene nochmal ein echter Push sein. Wenn die merken, was bei einem Tor los ist - das motiviert. Natürlich - so ehrlich muss man auch sein - ist das auch in die andere Richtung erstmal ungewohnt. Da möchte ich auch für die jungen Spieler um Verständnis bitten: Wenn man bisher nie vor solchen Kulissen gespielt hat, muss man sich daran auch erst gewöhnen. Aber der Zuspruch, den wir bisher schon in der Vorbereitung erfahren haben, zeigt mir, dass da ein großer Vorschuss von Seiten der Fans da ist. Das ist klasse.

Erich Bäcker fragt: Ich bin der Meinung zum Thema Sponsoren,wenn sich im Siegerland keine finden lassen,sollte man die Suche auf die ganze Republick ausweiten,zur Not auch im Ausland.Wie stehst du dazu?

Mark Zeh: Da muss ich ehrlich gestehen, dass das eigentlich nicht mein Thema ist. Ich kann nur so viel sagen: Ich habe immer noch viel Kontakt zu ehemaligen Mitspielern - und überall hört man, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen immer größer werden. Viele Traditionsvereine stehen vor großen Problemen - und da sind die Vereine vielleicht tatsächlich gefragt, nach allen Richtungen zu schauen. In der Oberliga fällt die nationale Ausschau natürlich ein wenig schwerer. Nachhaltiger und unersetzlich ist es aber schon, denke ich, wenn sich vor Ort eine breite Unterstützung findet.

Burkhard Weber fragt: Schön das Du geblieben bist. Fehlen nicht noch 2 erfahrene Spieler um eine ruhige Saison spielen zu können?

Mark Zeh: wir haben eine sehr talentierte Mannschaft, die natürlich noch sehr jung ist. Da sind wir älteren Spieler gefordert, das ist ganz klar. Die Frage, die Sie stellen, ist ja im Prinzip eine wirtschaftliche und ich denke, da machen die Verantwortlichen es richtig, dass man seriös mit dem handelt, was man zur Verfügung hat.

Chacky Schmidt fragt: Wie viele Tore sind dein Ziel in dieser Saison?

Mark Zeh: Also, ein echter Torjäger werde ich mit 31 Jahren wohl nicht mehr, das gibt meine Position im defensiven Mittelfeld auch nicht so wirklich her. Aber klar - es gibt Situationen, da komme ich in Tornähe und dann will ich so viele Tore wie möglich für die Mannschaft machen. Aber mindestens genau so wichtig ist meine Aufgaben im Tore-Verhindern.

Oliver Kö fragt: Wie läuft die spielvorbereitung in siegen ab?

Mark Zeh: Wir bereiten uns in der Trainingswoche intensiv auf das Spiel vor - also sowohl auf die Belastung generell aber natürlich auch auf den Gegner im Speziellen. Am Spieltag selbst kommt es drauf an, ob es ein Heimspiel oder Auswärtsspiel ist. Treffpunkt im Stadion ist aber immer 75 Minuten vor dem Anstoß. Dann ist Besprechung in der Kabine mit genauer Einstellung auf das eigene Spiel und den Gegner, danach macht sich jeder Spieler fertig. Dann geht es zum Warmmachen, danach noch einmal kurz in die Kabine und dann: Anstoß.

Hermann Bruch fragt: Was macht für Dich die SF Siegen aus?

Mark Zeh: Eine ganz wichtige Station in meiner Spielerkarriere, ich spiele wirklich sehr gerne hier bei den Sportfreunden. Ein absoluter Traditionsverein mit einem immer noch sehr engagierten Umfeld. Und an dieser Stelle kann ich mal sagen: Ich liebe das Leimbachstadion. Unser Stadion ist wirklich eines der schönsten, in denen ich in Regionalliga oder Oberliga gespielt habe. Da laufe ich bei jedem Spiel von neuem gerne ein - und da feier ich sehr gerne Siege. Hoffentlich viele in dieser Saison.

 - Eine typische Szene für unseren Kapitän: Mit vollem Körpereinsatz gegen den Gegner. (Foto: CST medien)

Eine typische Szene für unseren Kapitän: Mit vollem Körpereinsatz gegen den Gegner. (Foto: CST medien)

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