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04. September

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Heftige 1:7-Pleite bei RWO

Mit einer bitteren 1:7 (1:2)-Niederlage im Gepäck sind unsere Sportfreunde Siegen am Samstag aus dem Ruhrpott ins Siegerland zurückgekehrt. Bei Rot-Weiß Oberhausen setzte es im Niederrhein-Stadion eine heftige Niederlage für die Mannschaft der Neuen Freunde.

Postwendender Ausgleich

Mit Serkan Dalman hatte sich ein Routinier vor der Partie wieder fit gemeldet, er begann in der Innenverteidigung neben Til Bauman. Im Tor stand für den rotgesperrten Dominik Poremba bei seinem Saisondebüt Manuel Wolff. Links bekam Marco Beier den Vorzug, rechts begann Manuel Konaté, auf den restlichen Positionen blieb Cheftrainer Ottmar Griffel der Startformation von Wattenscheid treu. Die 1981 Zuschauer sahen zu Beginn eine Partie im offenen Schlagabtausch. Unser SFS spielte mutig nach vorne, hatte durch Benedikt Zahn auch die erste Möglichkeit der Partie, doch der Kopfball des Mittelstürmers ging über das RWO-Tor (5.). Die Gastgeber unter Trainer Mike Terranova übernahmen mehr und mehr das Spielgeschehen und kamen ihrerseits nun zu Gelegenheiten. Simon Engelmann verpasste in der neunten Minute noch frei vor Wolff, zehn Minuten später war es dann geschehen: Auf Hereingabe des starken Budimbu hielt Engelmann den Fuß hin und traf zum 1:0. Zuvor hatte Julian Jakobs aus 22 Metern einfach mal drauf gehalten, der Ball war jedoch knapp am Tor vorbeigeflogen. Es dauerte lediglich drei Minuten, dann fiel der Ausgleich: Eckball von links, Til Bauman verlängert per Kopf nach hinten und im Zentrum stochert Benedikt Zahn im zweiten Versuch das Leder über die Linie.

Wer gedacht hatte, der postwendende Ausgleich hätte unseren Sportfreunden Sicherheit gegeben, sah sich leider getäuscht. Immer wieder spielten sich die Gastgeber im Niederrhein-Stadion bis vor das SFS-Tor durch, nutzten in Person von Patrick Bauder und Simon Engelmann die Räume im Zentrum. Nach einem solchen eröffnenden Pass in die Mitte setzte Bauder auf außen Rafael Garcia in Szene, der aus spitzem Winkel zum 2:1 einnetzte (33.). Und doch gab es bis zur Halbzeitpause immer wieder Kontergelegenheiten für unsere Siegener, die beste hatte noch vor dem Pfiff Benedikt Zahn, der in Robin Udegbe seinen Meister fand und vielleicht den noch besser postierten Arda Nebi hätte sehen müssen.

Fünf Tore in 30 Minuten

Die zweite Hälfte begann mit einem Wachmacher: Keine 40 Sekunden waren gespielt, da wurde Engelmann erneut im Strafraum freigespielt, eine Berührung reichte aus und der Ball trudelte an den Pfosten. Davon kurz geschüttelt, nahm unser SFS wieder Fahrt auf und versuchte weiterhin, Offensivaktionen zu setzen. In der 49. Minute war es fast soweit, als Arda Nebi frei vor Udegbe auftauchte, doch in letzter Sekunde grätschte Felix Haas den Außenstürmer noch ab - es blieb beim 1:2 aus Siegener Sicht.

In der 60. Minute begann dann eine ganz bittere halbe Stunde für die Elf von Trainer Ottmar Griffel. Beginnend mit dem 3:1 durch Patrick Bauder, schossen sich die Hausherren in einen Rausch, nutzten immer wieder Unachtsamkeiten und Unkonzentriertheiten in der SFS-Abwehr aus. Die in schwarz spielenden Neuen Freunde kamen kaum noch hinterher, kassierten das 4:1 durch einen strammen Distanzschuss von Scheelen (67.), das 5:1 durch Fleßers (74.), das 6:1 nach einer Ecke durch den heranfliegenden Felix Haas (77.) und sogar noch das 7:1 durch Fleßers (89.), das den schlimmen Nachmittag schließlich beendete. Zwar steckte Julian Jakobs noch einmal den Ball zu Arda Nebi durch, doch dessen Schuss klatschte nur an die Latte - abgesehen davon hatte unser SFS in der letzten halbe Stunde jedoch so gut wie nichts entgegenzusetzen.

Entsprechend fiel das Fazit von Cheftrainer Ottmar Griffel aus: "Wir haben völlig verdient auch in der Höhe verloren. In der ersten Halbzeit konnten wir es teilweise noch offen gestalten, hätten vor der Halbzeit vielleicht noch das 2:2 machen können. Aber an dem völlig verdienten Sieg von Oberhausen gibt es überhaupt nichts zu deuteln."

MATCH-FACTS

Rot-Weiß Oberhausen - Sportfreunde Siegen 7:1 (2:1)
RWO: Udegbe – Reinert, Haas, Nakowitsch, Hermes (46. Steurer) – Scheelen, Fleßers – Garcia, Bauder (75. Steinmetz), Budimbu (71. Kaya)  – Engelmann.
Siegen: Wolff – Konaté, Dalman, Bauman, Beier – Zeh (70 Jost), Rente – Nebi, Zeller (70. Arslan), Jakobs – Zahn (83. Jarecki).
Tore: 1:0 Engelmann (19.), 1:1 Zahn (22.), 2:1 Garcia (33.), 3:1 Bauder (60.), 4:1 Scheelen (67.), 5:1 Fleßers (74.), 6:1 Haas (77.), 7:1 Fleßers (89.)
Schiedsrichter: Philipp Holzenkämpfer
Zuschauer: 1981

 - Kapitän Mark Zeh hier im Kampf um den Ball gegen gleich zwei Oberhausener. (Foto: Schäfer)

Kapitän Mark Zeh hier im Kampf um den Ball gegen gleich zwei Oberhausener. (Foto: Schäfer)

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