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14. März

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SFS kassiert späten Ausgleich

Mit einem insgesamt gerechten 2:2-Unentschieden hat am Sonntagnachmittag das Heimspiel der Sportfreunde Siegen gegen den FC Gütersloh geendet. Im Leimbachstadion sahen 1189 Zuschauer eine Partie, die weniger von der spielerischen Klasse als von Spannung und Kampf lebte. Für unsere Sportfreunde war es der zehnte Punkt im vierten Spiel 2016 - eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Der SFS bleibt damit im neuen Fußballjahr ungeschlagen, konnte jedoch auf der anderen Seite die Siegesserie nicht ausbauen. Begonnen hatte die Partie bei bestem Fußballwetter jedoch ganz nach Plan: Nachdem Björn Jost bereits nach zwei Zeigerumdrehungen den Ball einmal über das Tor gesetzt hatte, schlug die Elf von Ottmar Griffel nach sechs Minuten zu: Kapitän Mark Zeh störte den Gegner früh in der gegnerischen Hälfte, nach Ballgewinn ließ er zwei Mann aussteigen und sezierte mit einem Traumpass die Gütersloher Abwehr. Jakub Jarecki lief goldrichtig ein und musste nur noch einschieben. Start nach Maß für die Hausherren, die diese Führung jedoch nicht für mehr Selbstvertrauen, Ruhe oder Vorteile im Spiel nutzen konnten. Im Gegenteil, der FCG, als Tabellenelfter angereist, bekam nun mehr Räume, den Sportfreunden gelang kein richtiger Zugriff auf den Gegner. 

Sabiri mit erneuter Führung

Die Strafe dafür folgte quasi auf dem Fuß: Bei einem der zahlreichen Gütersloher Angriffsversuche wurde Simon Schubert nicht richtig attackiert, sein Schuss aus rund 25 Metern passte genau und es stand 1:1. Die Mannschaft von Heiko Bonan operierte bei ihren Angriffen meist mit langen Bällen und hatte mit ihren Offensivkräften auch die nötigen Abnehmer dafür. "Das ist eine Spielweise, die uns nicht so gelegen kam", gab Mark Zeh zu, der mit seinem Kollegen im Mittelfeld Probleme hatte, die zweiten Bälle zu bekommen. Auffällig war auch, dass viele 50/50-Duelle um den Ball an den FCG gingen. Dennoch: Die 2:1-Führung und damit das nächste Tor gelang der Heimelf. Nach einem langen Ball entwischte der eingewechselte Abdelhamid Sabiri seinem Bewacher, setzte sich bereits im Strafraum gut durch, zog am FCG-Keeper vorbei und schob aus ganz spitzem Winkel ein (70. Minute). Die folgenden 20 Minuten waren nichts für schwache Nerven: Unsere Sportfreunde versuchten, die nun immer heftigeren Angriffsbemühungen der Gäste aus Ostwestfalen zu verteidigen und durch einen Konter eventuell die Entscheidung zu suchen. Dies gelang nicht, da die gefährlichen Szenen bei den sich bietenden Kontern erst gar nicht entstanden. 

"Müssen uns damit zufrieden geben"

Und so war es den Gästen vorbehalten, den Schlusspunkt im Leimbachstadion zu setzen: Das Team von Heiko Bonan setzte sich in der 90. Minute über die rechte Seite gut durch, flankte nach innen und fand dort in Lars Beuckmann, dem baumlangen FCG-Akteur, seinen Abnehmer. Der Kopfball wurde zwar von Dominik Poremba noch reaktionsschnell pariert, doch der Abpraller trudelte wohl über die Linie, so entschied Zumindest das Schiedsrichtergespann. 2:2 in der letzten Minute, der Sieg noch aus den Händen gerutscht - kein Wunder, dass auch Trainer Ottmar Griffel am Ende nicht begeistert war: "Wir haben unterm Strich 2:2 gespielt, darüber ärgern wir uns natürlich aber über 90 Minuten ist das 2:2 ein gerechtes Ergebnis. Wir haben es nicht verstanden, nach dem 1:0 das 2:0 nachzulegen und nach der erneuten Führung Ruhe in unser Spiel zu bekommen. Ich hatte vor Gütersloh gewarnt, denn sie hatten fünf Mal in Folge nicht verloren. Wir müssen uns heute mit diesem Ergebnis zufrieden geben."

Spieldaten

SF Siegen: Poremba, Komenda, Bauman, Beier, Konate, Zeh, Jost, Frisch (46.Sabiri), Jakobs, Jarecki (73.Rente), Arslan (86.Gemicibasi).
FC Gütersloh: Rump, Schubert, Specht, Beuckmann, Benmbarek (80.Matic), Fischer Riepe (68.Birkenhake), Kraus J., Kraus F. , Sansar (72.Schröder), Schürmann, Thomas.
Tore: 1:0 Jarecki (6.), 1:1 Schubert (19.), 2:1 Sabiri (70.), 2:2 Beuckmann (90.).
Zuschauer: 1189.
Schiedsrichter: Lukas Sauer.

 - Haluk Arslan behauptet hier den Ball im Spiel gegen Gütersloh. (Foto: CST medien)

Haluk Arslan behauptet hier den Ball im Spiel gegen Gütersloh. (Foto: CST medien)

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