Home / News / SFS trauert um Rudi Brachthäuser

30. November

Schliessen

SFS trauert um Rudi Brachthäuser

Wer über 80 Jahre lang einem einzigen Verein die Treue hält, wer dabei zahlreiche Jahre ehrenamtlich mit großem Engagement für einen Verein arbeitet und noch bis ins hohe Alter aktiv an der Entwicklung dieses Vereins Anteil nimmt und sich einbringt - den kann man wirklich als echten „Freund“ bezeichnen.

Mit großer Trauer und tiefem Bedauern hat unser Verein Sportfreunde Siegen in dieser Woche vom Tod Rudolf Brachthäusers erfahren. Der Siegener starb am vergangenen Montag 95-jährig in seinem Geburtsort im Kreis seiner Familie. „Rudi“ Brachthäuser war und wird immer ein wirklicher und echter Sportfreund bleiben. Er war Mitglied, Spieler, Mitarbeiter, Ältestenrats-Vorsitzender und Freund des Vereins. Der auf der Hammerhütte geborene Brachthäuser trug den Verein Sportfreunde Siegen in seinem Herzen - und das quasi von Beginn an. Seit dem 01. April 1932 war er Mitglied. Er hatte über die langen Jahre viele verschiedene Funktionen inne.

Bereits mit 17 Jahren lief er zum ersten Mal für die Seniorenmannschaft der Sportfreunde auf und zeigte sein absolutes Ausnahmetalent, das ihn als „Mittelläufer“ später zu so vielen hervorragenden Einsätzen befähigte. Übrigens nicht nur für „seine“ Sportfreunde - der Fußball sollte zu einem großen Thema im Leben des Jungen von der Hammerhütte werden. Im Jahr 1943 war Rudi Brachthäuser sogar für Austria Wien am runden Leder unterwegs. Die Kriegswirren mit einer schlimmen Verletzung, als deren Folge er damals 23-jährig ein Bein verlor, hatten ihn nach Wien geführt, doch fand er wieder zurück ins Siegerland. Bei unseren Sportfreunden war Rudi Brachthäuser im Spielausschuss tätig, galt als anerkannter und hochgeschätzter Ansprechpartner in allen sportlichen Fragen, war schließlich lange Jahre Jugendleiter und im Anschluss im Ältestenrat (lange auch als Vorsitzender) aktiv, dem er bis zu seinem Tod noch als Ehrenvorsitzender angehörte.

Rudi Brachthäuser verkörperte mit seiner Treue, seiner Bescheidenheit und seiner Aufrichtigkeit Tugenden, die in den heutigen Zeiten im Fußballgeschäft leider allzu oft verloren sind. Er zeigte stets klare Kante, hatte dabei aber für Jeden ein offenes Ohr und hat nur allzu oft und allzu gerne Vereinsverantwortliche, Sportkameraden und auch Spieler mit seinen Ratschlägen und Sichtweisen bereichert. Mit ihm verliert der Verein einen Fürsprecher, eine mahnende Stimme im Hintergrund, einen stillen Kämpfer in Entscheidungen, Sitzungen und Gesprächen, der für seinen Dienst keine Belohnung oder öffentliche Aufmerksamkeit haben wollte. Seine bodenständige Art, seine klare Ausdrucksweise, die unerschütterliche Vereinstreue und sein Engagement werden die Sportfreunde schmerzlich vermissen und niemals vergessen.

Alle Spieler, Verantwortlichen, Mitarbeiter, Zuschauer, Fans und Partner unseres Vereins werden Rudolf Brachthäuser für immer ein ehrendes Andenken erweisen.

Ruhe in Frieden, Rudi.

 - (Foto: Schäfer)

(Foto: Schäfer)

Zurück zur Übersicht