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20. Januar

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Winterreisen zum Training

General Winter, Väterchen Frost oder einfach nur "das weiße Zeug". Was Siegen-Wittgensteins Fußballplätze (und natürlich den Rest der Region ebenfalls) aktuell bedeckt, hat viele Namen. Gemeinsam haben alle: Fußballer sind langsam aber sicher genervt von ihnen. Das geht auch und vor allem einem großen Verein wie unseren Sportfreunden Siegen so, die mit insgesamt 18 Mannschaften auch in der Winterzeit den Trainings- und Spielbetrieb aufrecht erhalten müssen. In der sportlichen Heimat unseres SFS, dem Leimbachtal, geht derzeit in Sachen Fußball gar nichts. Kein Ball rollt an der Leimbachstraße, weder auf dem Naturrasen im Stadion noch auf dem Kunstrasenplatz und auch der neuere Kunstrasen des Jugendförderzentrums Oberes Leimbachtal, wo viele Jugendmannschaften unseres SFS immer wieder gerne zu Gast sind, ist derzeit gesperrt.

Während einige Mannschaften erst später mit dem Meisterschaftsbetrieb beginnen, steht z.B. die Regionalliga-Mannschaft unserer Siegener stark unter Zugzwang: Das Team von Trainer Thorsten Seibert befindet sich seit dem 5. Januar in der Vorbereitung auf den harten Abstiegskampf in der Regionalliga West - ist jedoch immer wieder zum Improvisieren gezwungen. "Da ist unheimlich viel Kommunikation und Organisation gefragt", so Thorsten Seibert, "unsere Drähte glühen in alle Richtungen, wo vielleicht noch ein Platz für eine Einheit oder ein Testspiel frei ist. Es gibt natürlich Grenzen, eine allzu lange Anreise ist natürlich auch nicht möglich, insgesamt ist das schon eine schwierige Situation und wir sind sicherlich weit von einer perfekten Vorbereitung entfernt." Bereits am 19. Februar soll es planmäßig wieder mit dem Heimspiel gegen die U23 des 1.FC Köln weitergehen. Krafteinheiten in normalen Turnhallen, Konditions-Läufe auf der verschneiten Aschebahn oder Mini-Turniere in der Soccerhalle sind derzeit an der Tagesordnung, aber reichen eben nicht aus. "Wir müssen natürlich auch fußballerisch in verschiedenen Spielformen auf dem normalen Feld arbeiten, das betrifft Taktik, Abstimmung, das Einstudieren von Spielzügen und vieles mehr. Das ist im Moment nur schwer möglich", so Seibert weiter. Ausweichen ist die einzige Möglichkeit, denn solange auf dem Kunstrasen im Leimbachtal Schnee liegt (derzeit rund 20 Zentimeter), bleibt dieser gesperrt.

Reisen durch NRW und Hessen

Aßlar, Köln, Gießen, Witten - die Reise hat den SFS-Trainingstross bereits quer durch NRW und nach Hessen geführt. "Manche Spieler haben damit eine Anreise zum Training von zwei Stunden und mehr - und das gleiche immerhin noch mal auf dem Rückweg, das ist eigentlich nicht längerfristig darstellbar. Die meisten sind schließlich noch berufstätig oder an der Universität", hofft Thorsten Seibert auf baldige Besserung der Situation. Symbolisch die zurückliegende Woche und das aktuelle Wochenende: Donnerstag trainierte die erste Mannschaft der Sportfreunde in Witten im Ruhrgebiet, Freitag wurden die Zelte in Köln-Niehl aufgeschlagen, am Samstag (14 Uhr) steht das Testspiel in Gießen (Hessen) gegen den TSV Bicken auf dem Programm.  

Auch die anderen Teams unserer Sportfreunde sind zum Improvisieren gezwungen. Die Abteilungsleiterin Frauenfußball, Emmi Winkler, sagte: "Manchmal gehen wir in die Soccerhalle, aber das geht auf Dauer natürlich aufgrund der Kosten nicht. Ansonsten bleibt die normale Turnhalle und eben das Ausweichen auf weit entfernte Plätze." Die Frauenmannschaft unter Trainerin Manuela Frettlöh absolviert am Sonntag so z.B. ihr Testspiel statt in Siegen in Köln, um 15:30 Uhr tritt man im Oststadion gegen das Regionalligateam SpoHo Köln an.

 - Kein Ball rollt im Leimbachstadion. (Foto: Schäfer)

Kein Ball rollt im Leimbachstadion. (Foto: Schäfer)

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