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Samt Nachspielzeit: SFS legt Grundsteine in Belek

Harte Arbeit, wichtige Erkenntnisse, voranschreitende Entwicklung und neuer Kapitän in Belek

Artikel vom 14. Januar 2026

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    Das Trainingslager der Sportfreunde Siegen im türkischen Belek ist beendet. Die Mannschaft nutzte die optimalen Bedingungen intensiv, stellte sich strukturell neu auf, arbeitete konzentriert an den Grundlagen für die Rückrunde und sammelte wertvolle Erkenntnisse in zwei Testspielen gegen hochklassige Gegner.

    Die Sportfreunde absolvierten täglich zwei anspruchsvolle Trainingseinheiten, nur an Testspieltagen wurde eine Einheit durch echte Wettkampfpraxis ersetzt. Die Plätze präsentierten sich in hervorragendem Zustand, das Wetter spielte – von wenigen Tagen  mit vertrautem Siegerländer Wetter abgesehen – konstant mit und die Stimmung innerhalb des Teams war durchweg ausgezeichnet. Ein großer Dank gilt den Physiotherapeuten Dominik und Raphael, die nahezu rund um die Uhr im Einsatz waren. Bis spät in den Abend hinein liefen Regenerationsbehandlungen, damit alle Spieler bestmöglich vorbereitet in den nächsten Tag starten konnten. Eine bittere Nachricht gab es dennoch: Bei Lenny von Schroetter meldete sich kurz nach dem Start in das Trainingslager seine alte Knieverletzung zurück. Dank schneller Reaktion der Physios konnte er jedoch bereits wieder leicht ins Training einsteigen.

    Durch Lennys Ausfall reagierten die Sportfreunde flexibel – und setzten gleichzeitig ein starkes Zeichen für die interne Verzahnung im Verein U19-Rechtsverteidiger Leo Lackhoff reiste kurzfristig nach, fügte sich sofort nahtlos ein und feierte im Test gegen Viktoria Köln sogar sein rund 15-minütiges Debüt. Ein weiterer Beleg für die gelebte Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Herrenbereich. Parallel testete SFS Mehli Sayin (Preußen Münster II) für die linke Abwehrseite. Er überzeugte mit Technik, Ballsicherheit und guter Spielübersicht. Die Entscheidung über eine Verpflichtung steht aus.

    Zwei hochkarätige Testspielgegner

    Gegen den Regionalliga-Topklub Carl Zeiss Jena starteten die Sportfreunde ordentlich: Eine präzise Ecke von Kapitän André Dej fand Jannik Krämer, der am ersten Pfosten zum 1:0 einköpfte – Standards waren zuvor einstudiert worden. In der zweiten Hälfte jedoch verwandelten orkanartige Böen und Starkregen das Spiel in eine Windlotterie. Fußball war kaum noch möglich, und am Ende stand eine 1:2-Niederlage, die sportlich nur bedingt aussagekräftig war. Cheftrainer Boris Schommers zog dennoch wertvolle Erkenntnisse aus den 90 Minuten und kündigte eine Steigerung für das nächste Testspiel an.

    Das Duell mit Drittligist Viktoria Köln wurde kurzfristig in ein Stadion verlegt, da starker Wind erwartet wurde. Die Tribünen schirmten die Böen erfolgreich ab, sodass das Wetter diesmal keinen Einfluss hatte. In einem Spiel auf Augenhöhe - die Sportfreunde hatten mehrere gute Einschussgelegenheiten durch Leon Pursian, Josue Santo, Dustin Willms, Arif Güclü oder Shaibou Oubeyapwa - legten sich die Krönchenklcker die Eier quasi selbst ins Netz: Beim 0:1 fing Leon Klußmann eine hohe Flanke ab, Tom Gutsch unterlief ihn und der Ball tropfte in den Strafraum – Köln musste nur noch einschieben. Ein klassisches „Kann passieren“-Gegentor. Und auch dem 0:3 ging eine Fehlerkette voraus: Jannik Krämer spielte einen Rückpass Richtung Sechzehnerkante zu Dej, der zu Justin Ospelt durch ließ. Ospelt zögerte, der Kölner Stürmer spritzte dazwischen und vollendete. Von den Spielanteilen und Chancen her war es ein ausgeglichenes Spiel, die Leimbachelf präsentierte sich spielerisch ebenbürtig mit dem Drittligisten und zeigte Verbesserungen gegenüber dem Jena-Spiel.

    Nachspielzeit in Belek – neuer Kapitän bestimmt

    Während das Siegerland unter einer Schneedecke lag, konnten die Sportfreunde dank eines großzügigen Sponsors zwei zusätzliche Tage in Belek dranhängen. Das geplante Testspiel gegen Finnentrop entfällt zwar, dafür standen fünf weitere intensive Einheiten auf dem Programm. Geschäftsführer Matthias Georg betont, wie wertvoll diese Verlängerung für die Vorbereitung und wie dankbar der Verein für die Unterstützung ist.

    Am Montag reisten in Dej, Nabesaka, von Schroetter, Schneider und Lackhoff fünf Spieler aus beruflichen, schulischen oder belastungssteuernden Gründen ab; die verbliebenen Spieler absolvierten die finalen Einheiten so in reduzierter Besetzung, aber weiterhin mit hoher Intensität und legen die Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde in der Regionalliga West. Das Team zeigt, dass es mit höherklassigen Teams mithalten kann und der eingeschlagene Weg unter Boris Schommers weiter Früchte trägt. Darunter zählt auch die Neubesetzung des Spielführers: Schommers hat während des Aufenthaltes in der Türkei in Luca Rumpf seinen neuen Kapitän bestimmt, neuer Vizekapitän ist David Kammerbauer. Der Übungsleiter betonte dabei, dass dies keine Entscheidung gegen Spieler gewesen ist. Vielmehr benötigen André und Arif die Binde durch ihre langjährige Erfahrung und Akzeptanz nicht, um weiterhin großen Einfluss in der Kabine und auf dem Platz zu haben.