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Volkan Uluç: Hart, aber herzlich

Pressekonferenz und erste Einheit: Volkans erster Tag im Leimbachtal

Artikel vom 17. August 2026

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    Am Montagmittag (17.08.) stellte sich Volkan Uluç erstmals als neuer Cheftrainer der Sportfreunde Siegen den Medien vor, nur wenig später stand der 56-Jährige bereits mit seiner neuen Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Zwischen Pressekonferenz und Siegerländer Nieselregen wurde dabei schnell deutlich, mit welcher Mischung der erfahrene Fußballlehrer seine neue Aufgabe angehen möchte: mit klaren Ansagen, akribischer Arbeit und einem vertrauensvollen Umgang miteinander.

    Noch bevor Uluç seine neue Mannschaft persönlich kennenlernte, hatte er sich bereits ein erstes Bild von ihr gemacht. Die Partie beim FC Schalke 04 II am vergangenen Freitag verfolgte der neue Cheftrainer vor dem Fernseher. Nun geht es darum, seine Spieler und das gesamte Umfeld möglichst schnell kennenzulernen. Die ersten Eindrücke vom Verein sind dabei ausgesprochen positiv gewesen. „Ich habe einen sensationell guten Eindruck gewonnen. Wir haben sehr vertrauensvolle Gespräche geführt und ich bin voller Vorfreude auf die Aufgabe“, erklärte Uluç bei seiner Vorstellung.

    Dass er die Situation bei den Sportfreunden trotz aller Vorfreude realistisch einordnet, machte der neue Übungsleiter ebenfalls deutlich. „Wir können alle die Tabelle lesen und wissen, dass viel Arbeit vor uns liegt“, sagt Uluç. Die sportliche Entwicklung der Mannschaft steht für ihn dabei ebenso im Mittelpunkt wie das Gefühl rund um die Sportfreunde. Sein Ziel ist es, „das Umfeld wieder in eine Stimmung zu bringen, in der die Menschen mit Freude unsere Spiele beobachten“. Dafür braucht es Leistung, Leidenschaft und eine Mannschaft, die auf dem Platz eine klare Identität entwickelt.

    Herzenswunsch Regionalliga West

    Mit seinem Engagement in Siegen erfüllt sich für Uluç zugleich ein persönlicher Wunsch. Die Regionalliga West bezeichnete der 56-Jährige als seinen „Herzenswunsch“. Nach zahlreichen Stationen im deutschen und internationalen Fußball, insbesondere in der starken Regionalliga Nordost, reizt ihn die Dichte an ambitionierten Vereinen, großen Namen und traditionsreichen Standorten. Mit den Sportfreunden übernimmt er nun selbst einen dieser Traditionsvereine und will die neue Aufgabe vom ersten Tag an mit voller Energie angehen - als und mit dem Team, wie er explizit herausstellt: „Natürlich ist man Frontmann als Trainer, es ist aber keine One-Man-Show. Es ist Teamarbeit, darauf setze ich."

    Dass es Uluç dabei nicht bei Worten belassen möchte, zeigte sich bereits wenige Stunden später. Um 14 Uhr bat der neue Cheftrainer bei typisch Siegerländer Nieselregen zur ersten gemeinsamen Einheit. Auf dem Trainingsplatz verschaffte er sich einen unmittelbaren Eindruck von seiner Mannschaft und ließ zugleich bereits erkennen, wie er arbeiten möchte. Klare Ansagen begleiteten die Übungen, immer wieder unterbrach Uluç einzelne Inhalte, korrigierte Abläufe und gab seinen Spielern direkt auf dem Feld Feedback. Intensität, Kommunikation und Präzision standen von Beginn an im Mittelpunkt. Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt ohnehin nicht: Der Fokus richtet sich bereits vollständig auf den kommenden Freitagabend, wo die Sportfreunde Borussia Mönchengladbach II zum ersten Flutlicht-Heimspiel der Saison empfangen. Bis dahin gilt es, die wenigen gemeinsamen Trainingstage intensiv zu nutzen, erste Abläufe zu schärfen und der Mannschaft neue Impulse mitzugeben.

    Der erste Arbeitstag machte bereits deutlich, welchen Kurs Uluç einschlagen möchte: anspruchsvoll und konsequent in der Sache, nahbar und vertrauensvoll im Umgang. Oder eben: hart, aber herzlich.

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