SFS erreicht Westfalenpokal-Viertelfinale

Schiedsrichter: Ali MagroudaLinienrichter: Maurice Backwinkler, Henrik Grzelka
Zuschauer: 450
Uluç-Elf macht es bei Westfalenligist deutlich
Spielbericht vom 22. Oktober 2026
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Die Sportfreunde Siegen haben das Viertelfinale im Westfalenpokal mit einem deutlichen Auswärtssieg erreicht. Beim FC Iserlohn setzen sich die Krönchenkicker am Mittwochabend (21.10.) mit 10:1 (4:0) durch. Vor rund 250 mitgereisten Siegener Anhängern im Hemberg-Stadion ebnen drei nahezu identische Eckballtreffer innerhalb von acht Minuten den Weg.
Gegen den Westfalenligisten rotierte Chefcoach Volkan Uluç ein wenig durch und gab einigen Jungs die Gelegenheit, sich von Anfang an zu zeigen und nötige Spielpraxis zu sammeln. Dabei benötigte die Leimbachelf auf dem Feld zunächst etwas Anlaufzeit. Die Anfangsphase verlief noch weitgehend ausgeglichen, leichte Vorteile konnten die Sportfreunde zunächst nicht in zwingende Abschlüsse ummünzen. Viele Angriffe blieben bereits im Mittelfeld hängen, Iserlohn hielt die Sportfreunde vorerst vom eigenen Tor fern. Für das erste Ausrufezeichen sorgte Michel Stöcker nach 17 Minuten: Nach einer zunächst geklärten Hereingabe von Konstantin Gerhardt nahm er aus der zweiten Reihe Maß, der FCI-Schlussmann lenkte den Ball jedoch zur Ecke.
Wenig später wurden die ruhenden Bälle dann zum entscheidenden Türöffner: Lucas Cueto schlug einen Eckstoß von links in den Fünfmeterraum, Stöcker stand goldrichtig und köpfte zur Führung ins lange Eck ein (24.). Nur zwei Minuten später folgte der nächste Treffer nach demselben Muster. Wieder brachte Cueto eine Ecke vor das Tor, diesmal stieg Glody Ngyombo hoch und nickte unhaltbar zum 0:2 ein. Damit nicht genug: Auch die nächste erfolgreiche Standardsituation war eine Koproduktion von Cueto und Stöcker. Erneut landete die Hereingabe im Fünfer, erneut war Stöcker zur Stelle – 0:3 nach einer halben Stunde (32.).
Cueto überragt - Standards in Iserlohn Trumpf
Nach drei Vorlagen übernahm Cueto schließlich selbst das Toreschießen. Der Offensivmann drehte sich rund zehn Meter vor dem Kasten kurz auf und jagte den Ball mit voller Wucht zum 0:4 in die Maschen (36.). Innerhalb von zwölf Minuten hatten die Sportfreunde die Begegnung damit klar auf ihre Seite gezogen und quasi vorentschieden. Bis zum Pausenpfiff verflachte die Partie etwas, am deutlichen Vorsprung änderte sich nichts mehr.
Mit Eros Dacaj für Dennis Brock und Leon Pursian für Gerhardt ging es in den zweiten Durchgang. Dacaj setzte sich sofort in Szene, verfehlte das lange Eck mit seinem Schlenzer aus dem Strafraum aber noch um etwa einen Meter (47.). Fünf Minuten später führte dann wieder eine Eckballvariante zum nächsten Erfolg: Dacaj bediente Cueto an der Strafraumkante, dessen Querpass Flo Mayer mit einem trockenen Abschluss zum 0:5 verwertete (52.). Für Cueto war es die vierte Torvorlage des Abends, ehe er kurz darauf unter dem Strich an allen fünf bisherigen Treffern beteiligt für Ömer Tokac Platz machte (55.).
Stöcker mit Viererpack
Auch anschließend hielten die Krönchenkicker den Druck hoch. Dacaj schickte Pursian über die rechte Seite, dessen Zuspiel in die Mitte die Iserlohner Defensive nicht entscheidend bereinigen konnte. Nach einem abgeblockten Abschluss und dem ebenfalls geblockten Nachsetzen von Arif Güclü beförderte Hassan El Chaabi den Ball aus kurzer Distanz zum 0:6 über die Linie (58.). Und die Sportfreunde blieben hungrig: In einer weiteren Angriffssequenz versuchten sich zunächst Shaibou Oubeyapwa und Tokac, ehe El Chaabi am Pfosten scheiterte (65.).
Seinen zweiten Treffer ließ sich El Chaabi dennoch nicht nehmen. Mit einem satten Schuss aus 17 Metern erhöhte er auf 0:7 (69.). Danach machte Stöcker seinen Dreierpack perfekt: Tokac legte im Strafraum halblinks auf den Torschützen ab, der kraftvoll abzog und dem Keeper beim 0:8 keine Abwehrchance ließ (75.). In der Schlussphase kamen auch die Gastgeber noch zu ihrem Torerfolg (83.). Zwei Minuten später bot sich ihnen per Handelfmeter die Gelegenheit zu einem weiteren Treffer, der wuchtige Versuch krachte allerdings an die Latte. Den Schlusspunkt setzten stattdessen wieder die Sportfreunde: Tokac nutzte einen schnellen Konter zum 1:9 (90.+1), wenig später besorgte erneut Stöcker mit seiner vierten Bude den 1:10-Endstand (90.+3).
Landesligist Marl im Viertelfinale
So geht ein torreicher Pokalabend zuende, an dem die Sportfreunde nach verhaltenem Beginn ihre Standards konsequent nutzen und auch bei klaren Verhältnissen weiter nachlegen. Der Einzug unter die letzten Acht ist der verdiente Lohn. Im Viertelfinale des Wettbewerbs wartet nun Landesligist FC Marl, der das klassenhöhere Victoria Clarholz deutlich mit 4:0 ausschalten konnte.






































