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Insolvenz droht Drucken E-Mail
500.000 Euro müssen bis Montag da sein
Der Verein Sportfreunde Siegen steht vor dem Abgrund. Nicht nur in sportlicher Hinsicht, da gibt es ja noch einen Hoffnungsschimmer, viel mehr aber in finanzieller Hinsicht.

Am Mittwochnachmittag hat der Aufsichtsrat und der Vorstand der Sportfreunde zu einer Pressekonferenz eingeladen, was die Pressevertreter dabei vom Aufsichtsratsvorsitzenden Andreas Helmrath erfuhren, wird für viel Wirbel sorgen. Rund 500.000 Euro fehlen aktuell, eine Summe, die in kürzester Zeit aufzubringen ist. Montag ist Stichtag. Gelingt es nicht, diese Summe aufzubringen, wird der Verein Insolvenz anmelden. Nicht zum ersten Mal geht der Verein nun also an die Öffentlichkeit, um darzustellen, wie ernst die Lage ist.

Nachdem der neue Vorstand um den Vorsitzenden Manfred Hambloch die Arbeit aufgenommen hatte, wurde vor allem die finanzielle Situation des Vereins unter die Lupe genommen. Zum Datum 30. April 2008 wurde eine Überschuldung in Höhe von 168.000 Euro verzeichnet. Weitere Überprüfungen der Zahlen ergaben, dass bis zum 30. Juni 2008 eine Fehlsumme in Höhe von 500.000 Euro zu erwarten ist. Dies wurde am 16. Mai festgestellt und dem Aufsichtsrat zwei Tage später mitgeteilt. Die daraus resultierende negative Zukunftsprognose machte es notwendig, sich intensiv mit dem Thema Insolvenz zu beschäftigen.

Um die abzuwenden, nahmen der Aufsichtsrat und der Vorstand Kontakt zu potentiellen Sponsoren auf, doch alle Gespräche verliefen negativ. „Niemand ist da, der die Lücke jetzt und auch für die Zukunft schließen möchte“, zeigte sich Helmrath enttäuscht. „Um es deutlich auszudrücken, bekommen wir bis Montag die 500.000 Euro nicht zusammen, müssen wir die Insolvenz beantragen.“ Wie es dann sportlich weitergehe, vermag der Aufsichtsratsvorsitzende nicht zu sagen. „Für die 1. Mannschaft dürfte es dann wohl im günstigsten Fall in der Oberliga weitergehen.“

Doch nicht nur der Fehlbetrag von einer halben Million Euro belastet den Verein, um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten, so sie sportlich erreicht wird, fehlen insgesamt 2,38 Mio. Euro (inkl. der 500.000 Euro), die bis zum 5. Juni aufzubringen sind. Eine Woche länger hätte man Zeit, um rund 1,8 Mio. Euro für die 4. Liga zu generieren.

Helmraths Fazit: „Die Region, die Menschen, vor allem aber die Wirtschaftsregion trägt diesen Verein nicht. Man will zwar höherklassigen Fußball sehen, aber nichts dafür bezahlen.“

Als Gründe für die Finanzierungslücke nannte der Aufsichtsratsvorsitzende das Steuerfinanzierungsverfahren, aus dem der Verein 180.000 Euro an Steuern nachzuzahlen hat. Eine Folge des Verfahrens ist auch der Verlust der Gemeinnützigkeit, sodass auch keine Gelder aus Spenden generiert werden können. Eine weitere Folge ist eine Nachzahlung an die Rentenversicherungsanstalt in Höhe von 70.000 Euro. Ebenso wurden die Winter-Neuverpflichtungen nicht refinanziert und fehlen nach der Winterpause im Schnitt rund 1.500 Zuschauer pro Heimspiel.

Eine weitere wichtige Rolle spielt die Struktur der Sponsorengelder dar. Für die 3. Liga würden 101 Sponsoren Einnahmen in Höhe von 1,654 Mio Euro bringen. Für die 4. Liga sind es 77 Sponsoren, die dem Verein 1.060 Mio. Euro einbringen. Alles in allem zu wenig, um den Sportfreunden Siegen eine überlebensfähige Zukunft geben zu können.

Das letzte Heimspiel am kommenden Samstag gegen den SSV Reutlingen findet auf jeden Fall statt. Das Trainergespann Peter Nemeth und Uwe Zimmermann wurde am Mittwoch vom Vorstandsvorsitzenden Manfred Hambloch über die aktuelle Situation informiert, in der Folge auch die Mannschaft. Gelingt das Wunder 3. Liga noch, gelingt vielleicht auch noch das – vielleicht noch etwas größere – Wunder Lizenzerhalt und Insolvenzvermeidung.


Mittwoch, 28. Mai 2008
Quelle: Sportfreunde Siegen

 

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1.  
DSC Arminia Bielefeld II
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19
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5.  
ETB Schwarz-Weiß Essen
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33
6.  
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7.  
Alemannia Aachen II
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32
8.  
SV Bergisch Gladbach 09
20
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9.  
MSV Duisburg II
20
29
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1. FC Kleve
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VfB Hüls
20
24
12.  
Sportfreunde
20
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23
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Hammer SpVg
18
22
15.  
VfB Speldorf
19
22
16.  
SV Schermbeck
21
21
17.  
Rot-Weiss Essen II
18
19
18.  
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19
17
19.  
TSG Sprockhövel
20
11